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Kraulquappen

Pädagogik

Wir betrachten das Schwimmenlernen als einen Aspekt in der kognitiv-motorischen Entwicklung und das Wasser als ein Medium, das für die Gesamtentwicklung sehr förderlich ist. Die motorische Entwicklung geht Hand in Hand mit der geistigen Entwicklung.
Im Mittelpunkt steht die Person, die wir bei der Entfaltung ihrer Fähigkeiten unterstützen wollen.
Zwei Erkenntnisse aus der Lektüre von Maria Montessori tragen die Pädagogik unseres Teams:

1. So wie sich die Organe eines Kindes nach einem bestehenden Plan optimal entwickeln, wenn die Umgebungsbedingungen günstig sind, ist es auch mit der kognitiv-motorisch Entwicklung: es gibt eine Anlage, die alles beinhaltet, was die Kinder zum Schwimmen brauchen und wir schaffen durch Schwimmgeräte und Spielmaterial, durch Vorzeigen, und ausgewählte Übungen eine Umgebung, in der sie ihre Fähigkeiten ordnen und ausdrücken können.

2. Wenn ein Kind in eine Tätigkeit vertieft ist, sich also mit etwas konzentriert beschäftigt, so finden dabei innere Entwicklungsschritte statt. Diese Zeiten sind zu respektieren und bedürfen keiner Intervention von Erwachsenen. Wesentlich sind die Lernprozesse, die im Inneren des Kindes ablaufen; wir können sie begünstigen, aber nicht steuern. Wir brauchen dem Kind die Lernarbeit nicht abzunehmen, wir sollen sie ihm nur gewähren.

Schwimmenlernen hat viel mit Vertrauen und Selbstvertrauen zu tun. Deshalb ist klar, dass wir zu den SchülerInnen ehrlich sind und ohne Tricks arbeiten.
In diesem Zusammenhang bemühen wir uns auch um einen kindgerechten und geschlechtergerechten Sprachgebrauch - sprechen also Mädchen weiblich an und Buben männlich. Da die Kinder die Sprache noch lernen, entfällt "umständliches" Umlernen. Sprachliche Identifikation und Abgrenzung fördern die Entwicklung eines klaren Selbstbildes.

Jede Angst ist zu respektieren, sie hat ihren Grund, auch wenn wir ihn vielleicht nicht erkennen. Wenn wir mit einer Angst umzugehen lernen, wird sie kleiner oder verschwinden - bei Ängsten von Kindern sogar meistens. Wir können auch etwas, wovor wir Angst haben probieren, wenn uns jemand dabei hilft.